Philip Luecking

Phillip Lücking ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel und Teil der an der Schnittstelle zwischen Gender Studies, Sozialwissenschaften und Informatik angesiedelten interdisziplinären Arbeitsgruppe GeDIS (Gender/Diversity in Informatiksystemen). Ferner ist er Gründungsmitglied des Zentrums emanzipatorische Technikforschung (ZET). Er studierte Informatik an der Universität Bielefeld und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am CITEC (Center for Cognitive Interaction Technology) in Bielefeld beschäftigt bevor er nach Kassel wechselte. Er forscht zu der Reproduktion sozialer Ungleichheiten durch algorithmische Systeme sowie alternativer Modellierungsansätze und Rahmenbedingungen für gesellschaftlich wünschenswerte Algorithmen.

Wann? Freitag, 22.11.2019, 16:30 Uhr

Wo? Festung Mark, Oberes Gewölbe

Titel: Unheimliche Parallelen – Wie Technologien des Maschinellen Lernens Zusammenhänge zwischen menschlichem Aussehen, Charakter und Verhalten herstellen

Der Beitrag wirft einen kritischen Blick auf Gesichtserkennungssoftware. Wie wird ein Gesicht in diesem Prozess überhaupt erkannt? Was ist die Vorgeschichte von Gesichtserkennung- und klassifizierung? Was können Probleme dieser Technologie und Kategorisierungen im generellen sein? Grundlegenden Mechanismen der Technologien des maschinellen Lernens werden erklärt, Grundannahmen auf den Prüfstand gestellt, der Einsatz von Gesichtserkennungssoftware reflektiert und, last not least, der Zusammenhang zur Geschichte der Physiognomie, einer mittelalterlichen Pseudowissenschaft, hergestellt.